CastFeel behandelt ein Erwachsenenthema: einen Fetisch für Gips und Casts. Die Seite enthält kein explizites Bildmaterial, richtet sich aber an Besucher ab 18 Jahren.
Dein Mann, deine Frau, dein Freund oder deine Freundin hat dir erzählt, etwas für Gips übrig zu haben. Vielleicht hat es dich umgehauen, vielleicht hast du schon lange etwas geahnt. So oder so hast du jetzt vermutlich Fragen. Diese Seite wurde für dich geschrieben, nicht für deinen Partner.
Dass dein Partner es dir erzählt hat, ist größer, als es vielleicht scheint. Die meisten Menschen mit einem Gipsfetisch tragen dieses Geheimnis seit ihrer Kindheit mit sich herum, oft mit einer ordentlichen Portion Scham. Sich dir anzuvertrauen war wahrscheinlich beängstigend; viele behalten es ihr Leben lang für sich. Sieh das Geständnis also als das, was es wirklich ist: ein Zeichen von Vertrauen. Dein Partner will keine Geheimnisse vor dir haben.
Und um die größte Sorge gleich auszuräumen: Ein Gipsfetisch ist harmlos. Er ist eine Variante dessen, was Menschen als angenehm und erregend empfinden, so wie manche auf Uniformen oder Lack und Leder stehen. Er sagt nichts über die psychische Gesundheit deines Partners aus, und er bedeutet erst recht nicht, dass mit eurer Beziehung etwas nicht stimmt.
Das ist vielleicht das Wichtigste, was wir dir sagen können: Die allermeisten Partner empfinden selbst überhaupt nichts bei Gips. Und trotzdem machen viele von ihnen mit, einfach weil es zusammen schön sein kann. Das Wickeln ist eine ruhige, fast meditative Fertigkeit, die man an einem Abend lernt. Manche vergleichen es mit gemeinsamem Kochen; andere genießen vor allem die fürsorgliche Rolle, jemanden zu haben, der sich eine Weile wirklich auf dich stützen muss.
Es gibt auch Partner, die lieber an der Seitenlinie bleiben, und auch das ist in Ordnung. Manche Paare vereinbaren, dass der eine ab und zu einen Tag oder ein Wochenende im Gips verbringt, während der andere einfach seinen eigenen Dingen nachgeht. Der Fetisch muss kein gemeinsames Hobby werden; er braucht nur irgendwo eine Daseinsberechtigung.
Mitmachen ist keine Alles-oder-nichts-Entscheidung. Vielleicht ist ein Armgips für einen Abend völlig okay, aber ein ganzes Wochenende nichts für dich. Vielleicht wickelst du gern, aber der Rest fühlt sich nicht nach dir an. Sag es. Paare, die gut damit umgehen, haben fast immer eines gemeinsam: Beide wissen, wo die Grenze liegt, und die Grenze wird respektiert. Ein Fetisch gibt deinem Partner kein Anrecht auf alles, und deine Grenzen machen dich nicht zum Spielverderber.
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